Öffentliche Anfrage in Richtung Österreich

Wer ist denn bitte das, der solches von sich gibt:

«Frank Stronach ist nicht nur einer der tüchtigsten und erfolgreichsten Unternehmer der Welt. Er beweist auch ein Gespür für die drückenden Probleme unseres Landes. Misswirtschaft, soziale Hängematten und die wahnsinnige Steuerlast unserer Unternehmen schreien nach einem charismatischen Politiker, der die Geschicke unserer Heimat in die Hand nimmt.

Ähnlich wie Dschingis Khan, der Dalai Lama und andere große Führungspersönlichkeiten in der Weltgeschichte verfügt nur Frank Stronach über jene internationalen Erfahrungen und jenen Weitblick, der uns vor künftigen Krisenerscheinungen in Europa bewahren kann.

Die Freunde des Wohlstands stehen für wirtschaftliche und gesellschaftliche Gerechtigkeit ein und unterstützen daher Frank Stronach bei seinen Aktivitäten für Österreich. Mit ihm bekommt endlich auch die verdiente und wohlhabende Minderheit in diesem Land eine kräftige Stimme im Parlament.
Frank Stronach ist unser Garant dafür, dass unser schönes Land nicht länger von Vertretern der Minderleister und notorisch Unterprivilegierten regiert wird.»

Der kommende österreichische Bundeskanzler?
 
Mo, 15.10.2012 |  link | (913) | 6 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Fundsachen


phom   (15.10.12, 14:57)   (link)  
Der kommende österreichische Bundeskanzler?
Malen Sie mal nicht den Teufel an die Wand, Herr Stubenzweig. Mister Fränk Stronach alias Franz Strohsack gibt zwar in diesen Tagen reichlich Unsinn von sich, der Text von dieser Homepage dürfte aber dann doch nicht von ihm und seinen Mitarbeitern verfasst worden sein. Vielmehr dürfte es sich dabei um ein Kunstprojekt handeln, wie eine Abfrage in der Domaindatenbank und ein Blick ins Impressum nahelegen. Die Social Impact AG - weniger eine Aktien-, denn eine Aktionsgemeinschaft - die hinter dieser durchaus gelungenen Satire steckt, beschreibt sich selbst wie folgt:
»Social Impact arbeitet an der Entwicklung von Narrationen, d.h. bildhafte Illustrationen, die gesellschaftspolitische Reibungsflächen und Konflikte sichtbar machen. Eines der Schwerpunktthemen von Social Impact sind die Handlungseinschränkungen marginalisierter Gruppen.« (...)
Persönlichkeiten wie Klara von Kleingeld, Dick van der Lippe oder Sidney Heuberger, die dem Fränk in einem unverkennbar künstlichen und übertriebenen Stil Honig um den nicht vorhandenen Bart schmieren, erinnern mich namentlich ein wenig an Mac Moneysac oder Klaas Klever aus den Lustigen Taschenbüchern, die ich in jungen Tagen vor Begeisterung regelrecht verschlang.

Lieber Herr Stubenzweig: in einer Welt, in der sich die Wahrheit mehr und mehr der Satire annähert, bin mir gar nicht sicher, ob Sie selbige durchschaut haben oder als doch einigermaßen Außenstehender überhaupt durchschauen konnten. Falls es Sie beruhigt, kann ich Ihnen mitteilen, dass selbst bei Lichte besehen die Unterschiede zwischen dieser Scherzseite und der echten Internetpräsenz nur gradueller Natur sind.


enzoo   (15.10.12, 15:15)   (link)  
ich weiss ja nicht
ob ich mich angesprochen fühlen soll, ich tu's aber einfach.

natürlich wird frank stronach nach seiner machtergreifung unser land aus der finsternis des noch-ein-bissl-sozialstaates in die lichten höhen eines unternehmerparadieses führen. flat rate, verbot der gewerkschaften österreichweit, nicht nur in seinen fabriken, endlich ein bundeskanzler mit format - nur ein jugendlicher dynamiker wie er kann sich den herausforderungen der zukunft stellen. der dalai lama, der über die gleichzeitige nennung mit dem menschenfreund und reformer dschingis khan - schliesslich hat der halb europa mit völlig neuen methoden umgekrempelt - höchst erfreut reagierte, hat schon um audienz gebeten. dieser mann kennt die richtigen leute und die richtigen leute kennen ihn! und es wird ja wirklich zeit für gerechtigkeit - die faulen hunde, die nur in ihren hängematten herumhängen und keine arbeit haben - ja wofür brauchen wir die denn in diesem land?

......

ich hoffe bei dem von ihnen zitierten text handelt es sich (auch) um satire. einen guten effekt hat die kandidatur vom stronach-opa aber schon: er wird den recken um den unsäglichen strache zumindest einige der "protest"-stimmen derer wegnehmen, die sich geistig von den gratis-hetz-zeitungen des landes ernähren. das schwächt dieses gesocks und das ist nur zu begrüssen.

------

edit: ich sehe gerade, phom hat nicht nur gefühlt, sondern auch geschaut. danke!


jean stubenzweig   (15.10.12, 17:27)   (link)  
Tatsächlich
habe ich die Satire nicht erkannt, zumal mir zugestandenermaßen auch Herr Stronach nichts sagte. Ja, wieder einmal Siegried Zimmerschieds Aussage aus den Siebzigern, mittlerweile anscheinend vollendet: Die Satire sei nicht in der Lage, die Realität einzuholen. Es haben sich schließlich immer mehr zusammengefunden, um in diesem Chor die Stimme zu erheben.

Und auch die Künstlergruppe war mir nicht bekannt. Ansonsten wäre ich dem sicher nicht auf den Leim gegangen. Ich habe mal wieder auf der Leitung gestanden. Oder auch: Ach, bin ich alt geworden.


enzoo   (16.10.12, 08:06)   (link)  
stronach
muss ihnen auch nichts sagen. er hat auch nichts zu sagen. er wird auch nicht mitreden können. also vergessen sie ihn einfach.

dass diese website von stronachs eigener diktion nicht weit weg ist, hat phom ja schon herausgestellt. tatsächlich sind seine wortmeldungen ziemlich deckungsgleich. mancher ist halt satirker, ohne es zu bemerken.

und wer auf der leitung steht, hat keine angst vor spannung. so muss man das sehen!


jean stubenzweig   (16.10.12, 18:12)   (link)  
Bei soviel Mitgefühl
möchte ich mich am liebsten auf die bestromtem Geleise legen. Wenn's hierzulande schon nicht mit den Leitungen der Hochspannung klappt.

Hin und wieder gibt die Verbindung zur Welt ein paar Zuckungen ihrer einstigen Lebendigkeit her und läßt alle drei Funktionslämpchen strahlend aufleuchten.


enzoo   (17.10.12, 08:20)   (link)  
das verweilen
auf bestromten geleisen ist ja nicht nur nicht gesund, sondern vermutlich auch höchst unbequem: also überlegen sie sich das lieber noch mal. zumal der anlass ein eher nichtiger ist, und falls es ihnen wirklich einmal unerträglich werden sollte, können sie dieses thema ja, wenn es durch neue geschichten von der startseite verschwindet, in den papierkorb verschieben, so, wie man es mit real geschriebenem macht: und keiner wirds bemerken, ausser sie selbst vielleicht, wenn sie mal wieder von seltsamen politik-gestalten schreiben und dann passend auf den stronach artikel verlinken wollen.

entzöge man dem politischen gesindel die mediale aufmerksamkeit, verschwände es schneller wieder, zumindest in den so genannten demokratischen systemen.















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