Die Windrose • Rose des vents


Ich habe den Titel (erneut) geändert in der Hoffnung, bei Heilssuchenden die Hoffnungen reduzieren zu können.

Hilferuf! • Hilferuf! • Hilferuf!
Da hat jemand falsch abgeschrieben, und nun befinden wir uns inmitten der Katastrophe.

Der Reihe nach: Unser Jüngster hat sich — frage mich bitte niemand nach meiner Meinung zu diesem Tun, ich mache es wie Carlo Schmidt, ich warne Sie — stechen lassen. Nachdem er herausgefunden hat, daß er nicht zu den Jeti-Rittern gehört, sondern er sich in der allerdirektesten Erbfolge der piratischen Störtebekers befindet, mußte neben den Totenkopf noch eine handtellergroße Windrose auf des heroischen Jünglings andere Brust. Die präsentierte er nun stolz. Doch bei näherer Betrachtung fiel auf, daß dieses edle Gewächs einen (genetisch bedingten?) Webfehler hat. Die Fachfrau, neudeutsch Expertin, hatte vermutlich ihr Navigationsgerät nicht zur Hand. Nord und Süd hatte sie noch, wie das heutztage heißt, auf dem Radar, Aber der Osten ist ihr nach West gerutscht. Peking liegt nun quasi mitten im Konsumismus. Begründung: Sie habe von der Vorlage falsch abgeschrieben.

Nun wären das vermutlich nicht mehr als die Lacher, der Hohn und der Spott, die zwar tief unter die Haut gehen. Aber da kommt die Angst des Jüngsten hinzu: die analphabetische Stecherin könnte ihm klammheimlich einen radikalen Rechtsruck als Code in die Brust genagelt haben. Kennt sich da jemand aus — könnte diese Ostwestumkehrung Symbol einer bestimmten politischen Gesinnung sein?

Helfen Sie uns, wenigstens nicht deshalb die Schleifmaschine ganz schnell ansetzen zu müssen.
 
Do, 17.02.2011 |  link | (251515) | 65 K | Ihr Kommentar | abgelegt: Seltsamkeiten


nnier   (17.02.11, 17:23)   (link)  
Tausend alte Tätowiererwitze wollen einem da in den Sinn kommen - von dem "S", das jemand dem schlafenden Seemann grinsend hinter die "Andrea" ins große Herz auf den Oberarm kritzelt bis zu dem entsetzten Blick des Nadelkünstlers, das Werkzeug in der Hand, auf den Rücken des fetten Motorradrockers, der ganz freundlich "Gesundheit!" sagt. Aber Sie haben ja nach etwas ganz anderem gefragt, und ich persönlich kenne nur NSFW, das hilft aber wohl auch nicht weiter.


gwynn   (17.02.11, 17:38)   (link)  
oweh
hab hier nur zufällig reingelesen, keine Ahnung ob es eine Bedeutung hat, aber wenn es mir passieren würde, würde ich das reklamieren, egal wie unbequem das Ganze wird; weil, sonst hat man doch ewig ein schlechtes Gefühl mit sich selbst und fühlt sich unwohl. Vieleicht gibt es Schadensersatz, Schmerzensgeld oder so. Tut doch sicher weh, das rückgängig zu machen?


jean stubenzweig   (17.02.11, 18:02)   (link)  
Es ist klar,
daß die Stecherin gestochen werden wird. Aber zunächst einmal muß festgestellt werden, wie tief diese Wunde geht. Auch promovierte Juristen haben eine Daseinsberechtigung. im Zweifelsfall muß er in der Welt beste Schönheitoperationsklinik in der Südsee – mit vorheriger Umseglung aller Kontinente und anschließendem Genesungsaufenthalt in gauguinscher Manier (obwohl, da käme er am Ende mit einem Ganzkörperarschgeweih zurück). Es muß ja nicht unbedingt auf des anderen Abschreibeanalphabeten Segelschulschiff sein.


prieditis   (17.02.11, 18:08)   (link)  
Man kann sich doch
wohl mal vertun!?


frau braggelmann   (17.02.11, 19:33)   (link)  
brutal !!!
mein reden, er hätte sich ein schlichtes "muddi" draufstechen lassen sollen.
ich muss ihm dieses wundervolle kleinod der körperkunst vorerst vorenthalten. - leider...
aber dann !


jean stubenzweig   (17.02.11, 20:15)   (link)  
Werte Analphabetenmumie
«Unpassend für den Arbeitsplatz» ist diese Brustbrandmarkung sicherlich obendrein. Was macht der junge Tischler denn bloß im Hochsommer, wenn er mal wieder einer hoheitlichen Gattin eines wirtschaftlichen Freigeistes einen neuen liberalen Salon einbauen und dafür ziemlich schleppen muß? Faded Glory wäre es noch gewesen. Aber das ist nunmal eine Fußnote der Geschichte.

Ich lasse das besser sein für heute mit den Anmerkungen. Zuviele kommen hier herein. Schließlich bin ich Rentner.


jean stubenzweig   (17.02.11, 20:49)   (link)  
Ihr Fundus,
lieber Prieditis, scheint unerschöpflich. Wie wir wissen und wie Sie es angedeutet haben, trugen solche Verzierungen früher ausnahmslos Eingelochte und eben Sehleute, wie unser nicht mehr so recht durchblickender Pirat einer ist. Aber fürs Danebenhauen wird ein axolotlischer Lümmel in Allemagne ja wohl nicht in die heilige Halle taule zitiert.


prieditis   (17.02.11, 21:18)   (link)  
ob nun 1 unter par
oder anders Eingelochte (auch die Birdies)... isoliert sind sie alle. Und an anderer Stelle hab ich es bereits erwähnt: "...Und wegen ein paar vergessener Gänsefüßchen wird man doch bei uns nicht nach nach Hause, äh, ich meine: Brüssel geschickt. Da gab es bereits ganz andere Kaliber, in allen Parteien."

Ein kleines Auslandspraktikum hat noch nie geschadet und manchmal zu wahren Höhenflügen geführt.

Vielen Dank an Sie, für die freundlichen Worte und die ebenso freundlichen Verknüpfungen!


jagothello   (17.02.11, 17:44)   (link)  
Fußnoten korrekt?
Abgeschrieben... Falsch abgeschrieben... Hat die Dame denn wenigstens die Fußnoten korrekt gesetzt und die gültigen Zitierregeln angewandt? Schon daran mangelt es ja heutzutage.


jean stubenzweig   (17.02.11, 19:15)   (link)  
Um Anmerkungen
muß ich mich jetzt kümmern, wenn es auch nicht besagte und zudem erheblich weniger sind als weit über tausend. Deshalb kann ich mich auch nicht um die kümmern, die mittlerweile als Erklärungen hier eintrudeln. Von Freimaurern ist die Rede, bei denen das Seitenverkehrte symbolische Bedeutung habe. Damit könne er leben, meinte unser Pirat, nachdem ihm die positiven Aspekte erläutert wurden. Aber gehört dieser italienische Comandante des öffentlichen Lebens nicht der Propaganda Due an, die schließlich sehr frei mauert? Zumindest wird das gemunkelt. Ich kann es nicht beurteilen. Aber ich werde es auf jeden Fall erstmal für mich behalten. Der arme Junge hat schließlich jetzt schon einen psychischen Defekt.

Und was die Zitierregeln betrifft, da verweise ich auf den genial antizipativen Herrn Prieditis. Dessen Stecher kannte sie wohl ebenfalls nicht.


vert   (17.02.11, 19:55)   (link)  
leben ist offensichtlich immer noch das abgefahrenste abenteuer, auf das man sich einlassen kann.
kommentarlos präsentiert kommt die verdrehte windrose lediglich mit leiser ironie daher, auf einem globus, dessen bewohnerInnen schon lange alles entdeckt haben wollen.
leinen los.


jean stubenzweig   (17.02.11, 21:11)   (link)  
Das ist abgekupfert!
Das ist eine Lüge, eine verlogene, der Wirklichkeit wahrhaftig nicht entsprechend. Gibt's in Bielefeld überhaupt Wasser?! Ich kenne das Städtchen lediglich als ein Mehr aus innerstädtischer Betontristesse (gut, das ist lange her, wahrscheinlich habe ich damals das Fachgewerkte übersehen). Und dann kommt das auch noch von einer Universität. Die Hochschulen sehen momentan doch nun ohnehin schlecht genug aus. Haben Sie denn überhaupt kein Ehrgefühl? Als Regionalpatriot weisen Sie sich auf diese Weise nun nicht gerade aus.


vert   (17.02.11, 21:49)   (link)  
tja, die paar millionen bruttoregistertonnen sichtbeton vor der stadt tragen ihre vier schornsteine nicht umsonst.


daniel buchta   (18.02.11, 18:43)   (link)  
Windrose
Ein Vorschlag zur Brustumgestaltung.


jean stubenzweig   (19.02.11, 10:49)   (link)  
Charons Vorschlag
käme das nahe. Aber vielleicht etwas zu umfangreich und zu bunt. Um diese Pastosität zu erreichen, da hätte die Stecherin aber ordentlich was zu stechen. Von irgendwoher müssen die Schwellungen ja kommen.


charon   (17.02.11, 19:40)   (link)  
Auf die Brust?
Tut das nicht weh?

Büstenhalter kann er ja nicht tragen, aber wie wäre es damit?

Mein ehrliches Beileid!


jean stubenzweig   (17.02.11, 19:47)   (link)  
Ein Höllenhund
sind Sie. Sie.

MannoMann, ich muß doch Fußnoten umschichten und/oder Erklärungen suchen und finden. Das Theater hier bringt mich völlig aus dem Konzept.


kopfschuetteln   (17.02.11, 20:19)   (link)  
oh mann,
ich kann wahrscheinlich sowieso nichts nützlich-hilfreiches dazu sagen. oder, vielleicht muss man das einfach mit dem immer mehr sich steigernden wunsch nach individualität begründen und beschreiben. und aushalten.
(ich werde jetzte sofort das piratenkostüm konfiszieren, kind 1 und 2 sind zwar mädchen, aber!)


jean stubenzweig   (17.02.11, 20:33)   (link)  
Auch Mädchen dürfen
mittlerweile entern. Oder sollte das ausgerechnet im Osten noch nicht angekommen sein?


kopfschuetteln   (17.02.11, 20:53)   (link)  
klaro doch. die mädels werden, wenn sie groß sind, emazipation hustend vortragen können, als witz oder so.
wenn sie nach mir kommen, werden sie keine anwandelungen haben wie ihr jüngster. andererseits ist zur zeit grad anakin skywalker das topthema der "großen". das kann ja was werden ...
(das ist nur rein rethorisch: das kann man nicht verhindern?)


jean stubenzweig   (17.02.11, 22:09)   (link)  
wenn ich die tatsächlich in einem überirdirschen Leben übernehmen sollte, dann gründe ich eine entsprechend farbige Zeitschrift. Dann werde ich Sie bitten, den Pop-Skurrilist zu geben. Es gibt ohnehin zuviel Schwarz-weiß-Sehen. Schließlich ist die Welt bunt.

Ich resigniere für heute, fahre an der Alster Dorf. Oder bleibe im holsteinischen und lege mich mittenrein in die Galerie und gucke ein bißchen Fair, aber hart oder was in diese Richtung, bei dem ich ich nach kurzer Aufregung sanft entschlafen kann. Falls Helios seinen Wagen rechtzeitig seinen Wagen aus der Garage schiebt. Das nimmt ja chatische Ausmaße an hier. Na gut, niemand zwingt mich. Es lebe die Freiheit der Entscheidung, nicht zu wissen, was zu tun ist.

Allen nichtjuristischen Teilnehmern fürs erste herzlichen Dank. Wobei anzumerken ist, daß die Frage an sich nicht beantwortet ist: Ist der Osten tatsächlich mittlerweile westlich? Oder leiden wir unter Navigationsstörungen?

Diesen grünen Defaitist hebe ich mir für morgen früh auf, so gegen fünf. Falls es ihn dann schon gibt. Gute Nacht.


terra40   (19.02.11, 11:42)   (link)  
Die Sonne ist schuld
Die jüngsten Hitzeausbrüche auf der Sonne (Sonnenbrände) scheinen die Tomtomme und andere Navigationssysteme in Unordnung zu versetzen. Das hilft Ihnen nicht viel weiter aber ist trotzdem wahr.
Gruß, T.


jean stubenzweig   (22.02.11, 09:57)   (link)  
Diese Satellitendinger
mag ich ohnehin nicht, mir ist das alles zu technofix und senkt das Niveau. Ich fühle mich dabei recht wohl, gezwungen zu werden, noch einen Teil dessen zu einsetzen zu müssen, was man mich mal gelehrt hat. Dazu gehört, daß ich beim Rollen durch Landschaften mich beispielsweise an der Sonne orientierten und auch nach Kompaß fahren kann. Und ebenso, daß ich beim Verschwinden des Himmelslichts die Karte zu lesen in der Lage bin. Wenn aber jetzt Ost und West vertauscht sind, ich also nicht einmal mehr die Brust unseres Jüngsten gebrauchen kann, wenn auch das in der Unordnung versunken ist, dann bin auch ich erledigt.


prieditis   (22.02.11, 11:51)   (link)  
Widerspruchloses Schauen
Wenn Ihr Sohn hinten, mit entblößter Brust sitzt, können Sie über den Blick nach vorn in den Spiegel nach hinten schauen. Dann stimmt Ost und West doch wieder!?


jean stubenzweig   (22.02.11, 17:09)   (link)  
Seit er die Lizenz
zum Töten hat, darf ich doch nicht mehr ans Volant. Er verweist immer darauf, zur Not könne ich immer noch auf meine alte, zwar bereits schimmelnde, aber seiner Meinung nach noch gültige zurückgreifen. Aber wie ich Sie kenne, haben Sie bestimmt noch eine weitere Lösungsmöglichkeit in Ihrem Spiegelwunderfundus.


prieditis   (28.02.11, 18:05)   (link)  
Nein,
ich kann nur noch einen Leidensgenossen aufbieten:
Heribert Faßbender (der Erfinder des: Litti, sowie der Grußformel: "N´abend allerseits!")
Der hat nämlich mal gesagt:
»Die Polen sollte man nicht unterschätzen. Diese Balkan-Kicker sind unberechenbar«


jean stubenzweig   (01.03.11, 06:07)   (link)  
Das wiederum erinnert
mich ein wenig an den US-Opernsänger, der das Engagement am Grünen Hügel nicht annehmen wollte, weil im Libanon geschossen würde. Das war allerdings ebenfalls zu einer Zeit, als es noch keine Navigationsstörungen gab. Aber mittlerweile, so das Ergebnis meines Switchprogramms, das mich dieser Tage an einer Quizsendung vorbeiführte, scheint es auch in hiesigen Breiten üblich, beispielsweise Texas und Florida an den Rand Kanadas zu verlegen. Herr Faßbenders Lehre hat offenbar Schule gemacht.


prieditis   (19.02.11, 12:21)   (link)  
Ich hab mal im Bekanntenkreis
nachgefragt. Ein Mann erklärte mir, es könnte ein Geologenkompass sein, bei dem aus technischen Gründen Ost und West vertauscht seien. Warum, das hab ich dann nicht verstanden, ich bin ja nur halbgebildet. Aber vielleicht hilft es Ihnen weiter.


jean stubenzweig   (19.02.11, 14:56)   (link)  
Ein Geologe war's
zwar, der mich zeugte, aber danach wohl vergessen hat mir zu erklären, weshalb da West und Ost vertauscht sind. Im nachhinein bringt es jetzt jedoch ein wenig Licht in die dunkle Fehlorientiertheit meines Lebens.


charon   (19.02.11, 12:39)   (link)  
Immer wieder interessant
zu sehen, welche Beiträge umfangreich rezipiert und repliziert werden. Das erinnert mich an das Hauptmotiv ihres Beitrages über schleichende Abschiede, der sich glücklicherweise als Geschwätz von gestern entpuppt zu haben scheint.

Entweder teilen viele Zeitgenossen das von Ihnen geschilderte Windrosen-Problem und suchen nach Lösungen für ihr eigenes oder viele bieten aus reinem Altruismus Lösungswege an.

Oder, Gott behüte, es hat sich ob des Mißgeschickes eine gewisse Schadenfreude eingestellt. Sollte mein Beitrag einen Hauch davon atmen, so bitte ich um Verzeihung. Ich kenne mich in solchen Dingen einfach zu wenig aus. Stichwort "Halbwissen".


jean stubenzweig   (20.02.11, 09:59)   (link)  
Nach der Titeländerung
von gestern sind gar nochmal zweihundert Klicks dazugekommen. Nun gut, das war meine Absicht, mit dem assoziativen tatouée hat's funktioniert; auf die riesige Spamlatte (Windrose? Tatoo?) unter dem Beitrag hätte ich allerdings gerne verzichtet (nicht Spam, sondern «Backlinks» wurde mir soeben erklärt). Daß hübsch gewitzelt wurde, auch damit war zu rechnen – ich hatte durchaus meinen Spaß dabei. Und eine Antwort auf die Frage wurde mir auch noch geboten (nachdem ich aufgewacht war).

Aber Sie sagen es: Es motiviert nicht sonderlich, wenn beispielsweise Literaturhinweise oder ähnliches es in fünf Tagen nicht einmal auf sechzig Klicks bringen. Wahrscheinlich, weil den wieder kaum jemand kennt, weil er zu alt oder gar tot ist wie Nietzsches Gott, dessen Ableben es allerdings auch gerademal zum sinnverkehrenden Aphorismüschen schafft, die Bücher vorgestern erschienen sind, überhaupt weil's zu unspektakulär ist innerhalb der allgemeinen Aufgeregtheit ist. Andererseits möchte ich auch nicht so gerne einen dieser Sammelplätze von Verirrten im Haus haben. Damit würde ich nicht fertig, dazu fehlt mir die soziale Kompetenz.


vert   (20.02.11, 12:55)   (link)  
jetzt seien sie doch nicht so erfolgssüchtig! sechzig mal gelesen, rezipiert, diskutiert - dafür würden sich manch andere ein bein ausreißen. vor allen dingen, da es eben nicht um hype- oder techthemen geht, sondern eher um das gegenteil.


jean stubenzweig   (20.02.11, 17:44)   (link)  
Vielleicht liegen Sie
ja richtig. Aber ich habe von Bildung nunmal nach wie vor andere Vorstellungen. Möglicherweise hat es aber auch mit dem zu tun, was Danisch hier beschreibt. Mir erscheint das übersteigert, aber ich bin aus dieser Umgebung auch schon eine ganze Weile raus. Und wenn man das Geschehen auf dem Rummelplatz der aktuellen Ereignisse beobachtet, kann man sich des Eindrucks ohnehin nicht erwehren, daß es um Inhalte eigentlich gar nicht (mehr) geht, sondern um Aufmerksamkeit. 333 – Issos Keilerei.


kopfschuetteln   (20.02.11, 18:23)   (link)  
rummelplatz ist ein gutes stichwort, die leute sind halt fürs spektakel zu haben, ich nehme mich da gar nicht aus. abgesehen davon, habe ich die letzten tage eine menge über das promovieren gelesen, was man ja so auch nicht alle tage tut (ich nicht). was widerum dem nicht entgegen steht, dem einen und anderen ihrer literaturhinweise zu folgen, nachhaltigst(er).


jean stubenzweig   (20.02.11, 19:15)   (link)  
Sie lesen schließlich
noch etwas anderes als Programmhinweise, das weiß ich doch. Deshalb dürfen Sie auch über den Hamburger Dom oder die Münchner Wiesn etc. schlendern (ich weiß doch nicht, ob's in Berlin auch sowas gibt), zumal sich aus einer solchen Wissensmischung das wahre Leben herauslesen, das Herz bilden läßt.

À propos Literaturhinweise bzw. Dissertationen. Dieser Tage brachte mir meine ganz persönliche, geliebte Postbotin eine gänzlich güldene. Die junge Frau, also nicht die Postbotin, obwohl die auch noch jung ist, sondern die (selber) schreibende, hat, wenn ich mich recht erinnere, sechs Jahre an der Renaissance des Goldes gearbeitet. Ziemlich hart. Und richtig schön ist das Buch obendrein geworden. Nicht nur äußerlich. Und sehr viel preisgünstiger als ein anderes, zur Zeit vieldiskutiertes Werk. Aber es hat auch nur zweihundertachtzig Seiten. Und viel weniger Anmerkungen, knapp fünfhundert. À propos Fußnoten – das kann eine hohe Kultur sein. Ich bin geradezu vernarrt in sie.

So, jetzt gehe ich an die Wahlverfolgung. Davor stand ebenfalls harte Arbeit.


kopfschuetteln   (22.02.11, 19:06)   (link)  
das klingt doch schon schön: Renaissance des Goldes. (merkliste; das könnte sogar die frau mama begeistern. aber die will ich mit einem literarischem reiseführer nach rom, erst mal, beschenken)

fußnoten? umerto eco! oder david foster wallace, manches habe ich durch"gestanden", manches verschoben.


jean stubenzweig   (22.02.11, 20:29)   (link)  
Ja, verschenken Sie
das Buch. Es wäre sozusagen ein edles Präsent, auch inhaltlich. Sie könnten es ja vorher «prüfen». Für die Autorin verbürge ich mich. Sie war eine der besten Mitarbeiterinnen, die ich hatte.


jean stubenzweig   (18.05.11, 19:05)   (link)  
Charon, Sie merkten
mal an, es sei interessant zu sehen, welche Beiträge umfangreich rezipiert würden. Die Windrose hat sich kontinuierlich nach oben orientiert, vorgestern meinte ich noch, sie sei mit über siebentausend Klicks durchs Dach geschossen. Doch heute, am 18. Mai, um 19 Uhr 02, befindet sie sich längst in himmlischen Sphären: 15.789. Das sind tatsächlich Seltsamkeiten. Das krieg ich nicht auf die Reihe. Aber wahrscheinlich muß man dafür einfach anders ticken.


vert   (19.02.11, 16:28)   (link)  
[...] daß doch noch jemand die Frage beantworten kann.

es ging doch um diese frage hier, oder?

Kennt sich da jemand aus — könnte diese Ostwestumkehrung Symbol einer bestimmten politischen Gesinnung sein?

ich dachte eigentlich eine antwort gegeben zu haben: jaja, neinnein.
(ja, ich kenn mich da ein bisschen aus; nein, keine politische aussage. vielleicht etwas ironie.)


jean stubenzweig   (19.02.11, 18:09)   (link)  
Nicht angekommen
war's bei mir, wohl wegen Stehens auf der Leitung. Aber jetzt. Danke. Nun können wir beruhigter sein. Was der Jüngste bzw. eventuell die Stecherin daraus macht, ziert noch eine virtuelle Brust.


kopfschuetteln   (20.02.11, 10:12)   (link)  
herr stubenzweig, wie ist eigentlich der stand der dinge?
wird nachgebessert? osten und westen verschleiert, ausradiert am ende?


jean stubenzweig   (20.02.11, 12:40)   (link)  
Der junge Mann
leidet noch ein wenig in sich hinein. Ich befürchte allerdings, daß er sich mit einer möglichen Andeutung freimaurerischer Symbolik anfreunden wird oder muß. Wir werden ihm die Brust damit nicht beschweren.


kopfschuetteln   (20.02.11, 18:15)   (link)  
hm. auch wenn es phrasenhaftig klingen mag: das wird schon (wieder).
ne, ne, kleine kinder kleine sorgen, große kinder ... sie wissen schon.


kid37   (20.02.11, 18:32)   (link)  
Ist doch aber kein Problem: "(Eine) Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose."*

(* Gertrude Stein, soll ja korrekt zitiert werden.)


jean stubenzweig   (21.02.11, 08:35)   (link)  
Heilige Emily!
Ein Liebesgedicht, das aber William S. Buroughs so interpretiert hat: «ist Wort für Wort ein Wort» und «daß eine Ratte eine Ratte ist eine Ratte ist eine Ratte».[1] Aber es taucht auch von der Meisterin selbst das Wort auf: «Es gibt kein Dort dort.»[2] Also wird unser Jüngster orientierungslos in Utopia leben müssen, so irgendwas mit Visionen, von denen ein bekannter Hamburger mal meinte, wer die habe, gehöre therapiert. Man darf also gespannt sein, wie der Neue das halten wird (um das mit dieser irren Wahl auch noch unterzubringen).


(Unordentliche) Anmerkungen
[1]Naked Lunch, Paris 1959
[2] Zitiert nach: The Making of Americans, Klagenfurt 1989, S. 701



jean stubenzweig   (21.02.11, 10:45)   (link)  
Nachtrag zu Gertrude von Gertrude persönlich (übersetzt von Lilian Faschinger und Thomas Priebsch): «Irgendwann wird es irgend jemandem klar sein die ganze Geschichte von jeder Art von Männern und Frauen, den beiden Arten von ihnen, den Arten in jeder Art von ihnen, der Mischug von allen von ihnen. Irgendwann also wird ein langes Buch geschrieben sein, eine Geschichte von jeder Art von Männern und Frauen und aller Art von Sein in ihnen.»


vert   (21.02.11, 16:16)   (link)  
das buch [1] ist bereits geschrieben und seit 1990 als maßgebliches theoriewerk der poststrukturalistischen linken auf dem markt.

[1] judith butler,
- gender trouble (das unbehagen der geschlechter), 1990
gefolgt von
- bodies that matter (körper von gewicht),1993 und
- undoing gender (dtschen titel vergessen), 2004



jean stubenzweig   (22.02.11, 07:21)   (link)  
Schon geschrieben?
Bin ich mal wieder arg begriffstutzig? Oder meinen Sie, auch mich mal auf das Werk von Frau Butler hinweisen zu müssen? The Making of Americans «entstand 1906 – 1908 und erschien 1925». Ins Deutsche übersetzt wurde es 1989. – Oder sollte ich einfach so früh nicht lesen, da mir um diese Uhrzeit der Ironiezugang fehlt?


vert   (22.02.11, 15:08)   (link)  
wir plaudern hier doch nur. wir trinken kaffee und espresso, manch einer raucht ein zigarettchen.
dabei assoziiert man* also fröhlich vor sich hin, ein wort ergibt das andere, und ZACK! denke ich bei einer "Geschichte von jeder Art von Männern und Frauen, den beiden Arten von ihnen, den Arten in jeder Art von ihnen, der Mischung von allen von ihnen." unverzüglich an das "unbehagen der geschlechter".
nicht mehr, nicht weniger.
und weil zu einer plauderei gehört, dass nicht nur einer spricht, hab ich das mal da drunter assoziiert. andernfalls bräuchte man auch keine kommentarfunktion.
sollte ich an ihnen vorbeiassoziiert haben: kann passierten. wie im echten leben.


*(also ich zumindest. und sie können das auch ganz gut.)


jean stubenzweig   (23.02.11, 07:29)   (link)  
In bester Unordnung
ist dann ja alles. Ich befürchtete, mal wieder etwas nicht verstanden zu haben. Sie haben recht: Fröhlichen wir weiterhin vor uns hin.


prosa   (23.02.11, 08:33)   (link)  
ist es in ordnung
... wenn ich mich, um dem 'fröhlichen' nicht im wege zu sein, nochmal entschuldige? zu meinen grössten fehlern in der sog. nonfacetofacecommunication zählt es, beim virtuellen gegenüber das eigene mass an selbstironie anzunehmen. das ist hypothetisch und also falsch.

grundsätzlich aber gilt für mich (gerade im internetz) das wort des soziologen dirk baecker: "man spricht miteinander, weil man nicht weiß, welche anschlüsse der andere sucht", und das kann bei provokanter anrede auch mal in die hosen gehen. so geschehen, bedauerlicherweise!


jean stubenzweig   (23.02.11, 08:43)   (link)  
Vergessen Sie's.
ist ja nichts weiter passiert. Manchmal gehen eben ein paar Wörtchen hin und her. Dann wird eben geklärt. Und das ist schließlich geschehen. Außerdem drücke ich mich selbst oft genug kryptisch aus und stehe zudem häufig auf der Leitung. Wahrscheinlich rieselt der Alterskalk.


prosa   (23.02.11, 09:57)   (link)  
in ordnung - aber bitte bedenken sie: mit etwas leitungswasser könnten sie daraus einen neuen anstrich gewinnen ... !? 'sanatorium stubenzweig', die renovierte adresse für kryptose_anfällige freunde der literatur und des guten lebens in und mit ihr.

sie sehen: ich vergesse nur schwer ;) ...


prosa   (23.02.11, 12:16)   (link)  
(die übersetzung: weder rieselt der alterskalk noch drücken sie sich kryptisch aus, noch stehen sie auf der eigenen leitung. aber ich, die leserin, stand albernd neben mir. abgang.)


prosa   (21.02.11, 10:51)   (link)  
apropos klickzahlen (charon verlinkte): dachten sie bei ihren überlegungen schon einmal daran, dass nicht alle ihrer leser rentner sind?

bitte vermeiden sie es, diese frage mehrdimensional interpretieren zu wollen, sondern bleiben sie allein beim zeitfaktor - danke!


charon   (21.02.11, 11:14)   (link)  
Ein in der Tat interessanter Gedanke. Hospiz-Stubenzweig, das Blog für die Alten und Kranken, welche die Zeit zu nehmen sich erlauben können, Beipackzettel oder wahlweise auch einen Kultur-Essay bis zum Ende zu lesen.

Wahrlich, die letzten ihrer Art. Fährmann, hol über!


prosa   (21.02.11, 11:30)   (link)  
:)))))))))))))

(no regrets.)


prosa   (21.02.11, 15:01)   (link)  
oh ... schweigen! ... sollte ich doch bedauern? hmmm. aber wieso? wg. ot? ich weiss doch auch nicht, wie 'rum geologen-erben ihre windrosenstiche tragen sollten ...

ich denk mir halt: wer eine tigermuschel* als handschmeichler hat, braucht bestimmt keine verbalen schmeicheleien von wegen literarisch wertvoll, unverzichtbar und so.

*sie haben doch hoffentlich eine !?


jean stubenzweig   (21.02.11, 18:49)   (link)  
Sie sollten bald älter
werden. Da kämen Sie eher der Geduld näher. Vielleicht. Und auch: Wer liest und bei dem ollen Kram auch solcher der sehr viel späteren Geburt einschläft, sündigt nicht. Jedenfalls währenddessen nicht im und mit Internetz und doppeltem Boden. Außerdem fordert das nichtvirtuelle Leben hin und wieder den Gang zur Apotheke, wo ein Gespräch mit einer jugendlichen Endfünfzigerin über die literarischen Werte von Waschzetteln zu antigeriatrischen Wirkstoffen schon mal länger dauern kann.

Was hat Lesen mit Rente bzw. dem Alter zu tun? Ich habe als junger Mensch Bücher gelesen, die teilweise Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zuvor verfaßt wurden, in denen es frischer zuging als in der aktuellen adoleszenten Literatur. Und es waren nicht nur solche, die man mir zu lesen vorgeschrieben hatte, weil aus mir mal etwas werden sollte. Auch die zwei Jahrtausende alten biblischen Erotika, das Hohe Lied eines Salomon sind weitaus lebendiger als die meisten pornographischen Raps literarischer Waschsalons. Um letztere wird allerdings mehr Gestampfe gemacht, weshalb sie populärer sind. Italo Calvino, um beim erwähnten Beispiel zu bleiben, gehört auch nicht zu den nur noch antiquarisch erhältlichen Autoren, im Gegenteil. Aber der war auch Italiener. Aber diese Rasse kennen die meisten nur von deutscher Tiefkühlpizza und den einschlägigen Medien der Freizügigkeitsberichterstattung. Und Man spricht deutsh dürfte mittlerweile auch außerhalb des Zeitfaktors liegen. Halbwertzeit des Wissens.

Das, was Sie Muschel nennen, gehört meines Wissens und im übrigen zur Gattung der Schnecken. Und die nehme ich nur in die Hand, um sie in den Mund zu stecken. Weniger als Aphrodiasikum, sondern weil sie gut schmecken. Mit oder ohne Knoblauch. Sollten Sie mal probieren. Das kann zur Entrümpelung (auch der Synapsen) beitragen.


prosa   (21.02.11, 20:58)   (link)  
aber lieber herr stubensteig, nicht doch: ich wollte ihnen doch nur, indem ich mich zu ihrer 'lektorin' aufwerfe, neue kraft und frischen mut einblasen (meinetwegen mehr adjektive wegzulassen ;) mit meinen rotzigen worten - die im übrigen einer, wie sagt man: italo- und pizzaphoben frau von reife entstammen, die bis dato nicht wenig gelesen, gehört und gesehen hat.

das scheint missglückt, pardon. statt dessen sollte sich fatalerweise bestätigen, dass reife vor torheit ebensowenig schützt wie alter vor resignation ...

p.s.: ich versichere ihnen, bald älter zu werden, schon übermorgen.


jean stubenzweig   (21.02.11, 21:38)   (link)  
Mit Adjektiven bin ich
«groß», erzogen, sozusagen gedrillt worden. Sie sind nach jugendlicher Ablehnung in mich zurückgeehrt wie das sich außen zeigende innere Bleu meiner Kindheit. Sie gehören zu mir, das bin ich. Das ist so ähnlich wie Wowi-Sein – und das ist gut so. Wie bei den alten Griechen. Manchmal helfen einem dabei nicht einmal die Frau'n, so lehrhaft sie auch sein mögen.

Richtig, Alter führt nicht wesentlich weiter, schützt vor fast nichts. Allenfalls Einsichten dringen durchs Gewebe. Das ergibt bisweilen Blessuren.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Älterwerden.


lorilo   (21.02.11, 19:00)   (link)  
Das hilft jetzt so gaaaar nicht weiter, aber mir wäre es (an den meisten Tagen) nicht mal aufgefallen. Ich hab ja eine entschieden gepflegte Ost/West-Schwäche; vielleicht trösten Sie den jungen Mann damit.

(Mir ist trotz einschlägig linker Erfahrung nicht bekannt, dass die Himmelsrichtungen versteckte Gesinnungsbotschaften wären.)


jean stubenzweig   (21.02.11, 22:35)   (link)  
Die Orientierung
verliere ich dabei ein wenig. Aber die benötigt man heutzutage schließlich nicht mehr. Es gibt ja Navigationsgeräte. Keine Frau schickt mich mehr dreißig Kilometer nach Westen, obwohl ich eigentlich entgegengesetzt will. Allenfalls Männer.

Ich orientiere mich jetzt nach innen. Bei mir ist immer irgendwie Süden. Auch im Osten.


botot   (26.02.11, 09:41)   (link)  
Nachdem der junge Herr die stolz geschwellte Brust warscheinlich hauptsaechlich selbst im Spiegel betrachten wird scheint mir das doch eher sinnvoll.


jean stubenzweig   (26.02.11, 12:08)   (link)  
Geschwellt? Eher geschwollen.
Wenn auch abklingend. Und stolz vielleicht auch nicht so sehr. Eher leicht beschämt. Auf jeden Fall spricht er nicht so gerne über seine neuen (Er-)Kenntnisse der Richtungen des Himmels.















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Jean Stubenzweig motzt hier seit 3285 Tagen, seit dem Wonne-Mai 2008. Letzte Aktualisierung: 30.10.2015, 03:53



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